Rechtslage

Derzeit kennt die deutsche StVO drei Typen von elektrisch betriebenen Fahrrädern:

Technisch unterscheiden Sie sich kaum, Behördlich allerdings gewaltig.

Pedelec

Pedelecs gelten in Deutschland nicht als Kraftfahrzeuge, weil die Verordnung Krad-EG-TypV Motorfahrräder von der Typgenehmigungspflicht ausnimmt:

"Fahrzeuge mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von 6 km/h und Fahrräder mit Trethilfe, die mit einem elektromotorischen Hilfsantrieb mit einer maximalen Nenndauerleistung von 0,25 kW (=250 Watt) ausgestattet sind, dessen Unterstützung sich mit zunehmender Fahrzeuggeschwindigkeit progressiv verringert und beim Erreichen einer Geschwindigkeit von 25 km/h oder früher, wenn der Fahrer im Treten einhält, unterbrochen wird".

Damit sind Pedelecs streng genommen Fahrräder mit allen Rechten (Benutzung von Fahrradwegen, keine Helmpflicht, Kinderanhänger etc.) und Pflichten wie Beleuchtung (§ 67 Absatz 1 StVZO). Wird eine Anfahrhilfe bis 6 km/h verwendet, wird zusätlich für nach dem 1. April 1965 Geborene eine Mofa-Prüfbescheinigung verlangt.

Leichtmofa (S-Klasse)

Elektroräder bis maximal 20 km/h Geschwindigkeit ohne Tretunterstützung und maximal 500 Watt Motorleistung sind Leichtmofas und benötigen Fahrzeugpapiere und eine Haftpflichtversicherung, die mit einem Versicherungskennzeichen dokumentiert wird. Leichtmofas sind Führerscheinpflichtig (Mofa-Prüfbescheinigung), ein Helm (§ 21 a StVO) ist allerdings nicht vorgeschrieben. Die Reifen müssen eine Profiltiefe von mindestens einem Millimeter haben und mit Profilrillen versehen sein (§ 36 Absatz 2 StVZO).

E-Bike

Elektroräder mit bis zu 45 km/h Höchstgeschwindigkeit und vier Kilowatt Motorleistung gelten in Deutschland als Kleinkraftrad und sind somit Helm.-, Führerschein.- und Versicherungspflichtig.

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